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Kehl/Straßburg

Protest für nachhaltige Agrarreform heute vor EU-Parlament

Benedikt Spether

Am Kehler Bahnhof startet am heutigen Dienstag um 10 Uhr ein Protestzug deutscher und französischer Bauern zum EU-Parlament nach Straßburg. Die Teilnehmer fordern eine bessere Verteilung der Agrarsubventionen, zum Beispiel für mehr Tierschutz.

Mit Traktoren und bunten Schildern ziehen wollen am Dienstagvormittag Demonstranten vom Kehler Bahnhof zum EU-Parlament nach Straßburg ziehen. Ab 10 Uhr werden deshalb an der Europabrücke Staus erwartet.

Das Bündnis „Wir haben es satt“ will gegen die Verteilung der Agrarsubventionen von der EU protestieren. „Wir wollen, dass das Geld zum Beispiel für besseren Tierschutz eingesetzt werden kann und es nicht über die Fläche verteilt wird“, sagte Bündnissprecher Christian Rollmann am Morgen gegenüber Hitradio Ohr. 6,2 Milliarden Euro bekommt Deutschland an Agrarsubventionen jährlich von der EU – je größer ein Hof, desto mehr Geld gibt es. Davon würden vor allem diejenigen profitieren, die am meisten Land und damit auch am meisten Geld haben, sagt Rollmann. „Das ist ungerecht.“ Gefordert wird, dass ausschließlich kleine Höfe, die nachhaltig wirtschaften, mit Förderung belohnt werden sollten.

Rollmann rechnet mit mehreren hundert Teilnehmern. Es werden Menschen aus 15 europäischen Ländern erwartet. Blockaden auf den Straßen seien zwar nicht geplant, doch einige Teilnehmer könnten mit Traktoren in Richtung Straßburg fahren, so Rollmann. Daher sollten Autofahrer mit Verzögerungen rechnen.

Der Badische Bauernverband schließt sich den Protesten nicht an. Es dürfe nicht nur um Bio-Landwirtschaft gehen, sondern um Nachhaltigkeit, und die habe es früher auch in der konventionellen Landwirtschaft gegeben – dahin solle man zurück, so das Argument des Verbands.

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